ABBO-Logo
Fahrland-web.jpg

Fahrlander See: Vogelschutz und Wassersport

erstellt von Wolfgang Mädlow am 07.03.2021 um 12:16 Uhr.

Der Fahrlander See ist ein regional bedeutendes Vogelbrut- und vor allem Rastgebiet in Potsdam. Seit einigen Jahren gibt es jedoch zunehmende Störungen durch Wassersport, insbesondere Kitesurfer und Surfer sowie Stand Up Paddler. Im Herbst 2020 hat die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, den See für solche Wassersportarten zu sperren, die eine Scheuchwirkung auf Wasservögel auswirken. Das muss jetzt von der Stadtverwaltung umgesetzt werden. Als fachliche Grundlage dafür hat der NABU Potsdam eine Broschüre herausgegeben, die den Konflikt zwischen Vogelschutz und Wassersport am See analysiert und die Vogelvorkommen am See zusammenfasst. Die Broschüre kann hier heruntergeladen werden.

Rotmilan-klein.jpg

Rotmilan-Winterzählung: 120 Vögel an Schlafplätzen in Brandenburg

erstellt von Wolfgang Mädlow am 26.01.2021 um 17:34 Uhr.

Am 9. und 10. Januar fand die internationale Rotmilan-Schlafplatzzählung statt. In Brandenburg waren bisher nur sehr wenige und mit wenigen Vögeln besetzte Winterschlafplätze bekannt. Die Auswertung der ornitho-Meldungen ergab, dass davon drei, einer in der Umgebung von Nauen und zwei in der Umgebung von Cottbus, mit 7 bzw. insgesamt 6 Vögeln besetzt waren. Bemerkenswert ist aber, dass zwei neue Winterschlafplätze mit sehr viel stärkerer Besetzung gemeldet wurden: einer bei Treuenbrietzen mit 19 Vögeln und ein weiterer im Kreis Elbe-Elster sogar mit 88 Rotmilanen. Letzteres ist (zumindest nach Datenstand bis 2018) die größte jemals in Brandenburg beobachtete Ansammlung, unabhängig von der Jahreszeit! Darüber hinaus gab es Anfang/Mitte Januar eine große Zahl von Einzelbeobachtungen nahrungssuchender Vögel auch an anderen Orten, so dass es durchaus noch weitere Schlafplätze geben könnte.
Zum Vergleich: Laut Avifauna von 2001 wurden in Brandenburg in den Jahren 1991-1998 pro Jahr nur zwischen 1 und 13 Vögeln im Januar gemeldet.
Ein Dank geht an alle Zählerinnen und Zähler.

ABBO-Jubilaeum.JPG

30 Jahre: Einladung zum online-Festprogramm am 19.1.2021

erstellt von Wolfgang Mädlow am 13.01.2021 um 21:31 Uhr.

Wir laden herzlich zum Online-Jubiläumsprogramm anlässlich des 30. Gründungsjubiläums der ABBO am 19.1.2021 um 18.00 Uhr ein. Zwei Vorträge sind vorgesehen:




Wolfgang Mädlow: 30 Jahre ABBO: Rückblick und Ausblick




Torsten Langgemach: Die Umsetzung der Vogelschutzrichtlinie aus dem Blickwinkel der Landnutzung in der offenen Kulturlandschaft.




Die Veranstaltung findet über die Konferenzsoftware BigBlueButton statt. Es muss kein Programm installiert werden, aber es ist eine stabile Internetverbindung erforderlich. Der Link für die Teilnahme am Programm lautet:


https://chat.nabu-bb.de/b/wol-ncq-vtw


Der Konferenzraum wird am Veranstaltungstag ab 17.40 Uhr geöffnet sein. Wer Fragen stellen oder sich an der Diskussion beteiligen möchte benötigt ein Gerät (Laptop, Tablet, Smartphone) mit Mikrofon.

Templin.jpg

Neuerscheinung: Vögel im Altkreis Templin

erstellt von Wolfgang Mädlow am 09.01.2021 um 21:18 Uhr.

Die ornithologische Fachgruppe Templin hat ihr über Jahrzehnte gesammeltes Beobachtungsmaterial ausgewertet und präsentiert es in dem neuen Buch von Wolff-Hasso Seybold. Schwerpunkt sind Brutvögel und der Zeitraum seit 1980, aber auch Angaben zu Durchzüglern und frühere Beobachtungen sind zu finden. Für jede Art gibt es eine Karte und ein Phänologiediagramm, ausgewählte Beobachtungsdaten und - soweit vorhanden - Bestandsdaten. Das Buch hat 235 Seiten und kann für 12 Euro bei Norbert Bukowsky, Ludwigshof Nr. 10, 17268 Templin, norbert.bukowsky(at)gmx.de bezogen werden.

rotmilan.JPG

Rotmilan-Schlafplatzzählung

erstellt von Karsten Siems am 18.12.2020 um 17:55 Uhr.

Für den 9./10. Januar 2021 ist
die nächste internationale Rotmilan-Zählung angesetzt. Dabei sollen
europaweit möglichst viele Rotmilan-Winterschlafplätze kontrolliert
werden. Nun haben auch in Brandenburg die Winterbeobachtungen in den
letzten Jahren deutlich zugenommen, allerdings sind nur wenige (und
offenbar nicht regelmäßig besetzte) Schlafplätze im Winter bekannt.
Zweifellos kann es aber weitere, bisher nicht entdeckte oder gemeldete
Schlafplätze geben. Deshalb hier der Appell, in den nächsten Wochen
besonders auf Rotmilane zu achten und nach Möglichkeit darauf, wohin sie
abends fliegen. Vielleicht finden sich so noch neue Schlafplätze, die
zum Stichtag erfasst werden können. Die Meldung kann am besten über ornitho.de erfolgen.

Goldregenpfeifer.jpg

Europaweite Kiebitz- und Goldregenpfeiferzählung 17./18. Oktober 2020 – machen Sie mit!

erstellt von Karsten Siems am 13.10.2020 um 20:46 Uhr.

In einem mittlerweile sechsjährigen Turnus werden europaweit die Goldregenpfeifer und hierzulande auch die Kiebitze und Großen Brachvögel erfasst, das nächste Mal am Wochenende 17./18. Oktober. Hierzu werden vor allem nördlich der Mittelgebirge viele zusätzliche Zählerinnen und Zähler benötigt. Denn im Gegensatz zu den meisten anderen Watvogelarten halten sich v.a. Kiebitze und Goldregenpfeifer auf dem Zug nicht überwiegend in Feuchtgebieten auf, sondern rasten auch in großer Zahl in der Agrarlandschaft. Entsprechend werden europaweit nur geringe Anteile des Gesamtbestandes über die Monitoringprogramme rastender Wasservögel erfasst. Koordiniert wird die europaweite Zählung von der International Wader Study Group. Zentrales Anliegen der Zählung ist es, die Angaben für die hiesigen Populationen in den Waterbird Population Estimates regelmäßig zu aktualisieren. Darin werden die Bestandsangaben und -trends aller Wasservogelpopulationen weltweit veröffentlicht. Die aus den Bestandsangaben abgeleiteten 1-Prozent-Werte bilden die Grundlage für die Identifizierung international bedeutender Rastgebiete. Gleichzeitig sind die Zählungen die Basis für bundesweite Rastbestandsschätzungen, denn der Termin im Oktober fällt in den Zeitraum des Durchzugsgipfels der Arten in Deutschland. Ein hoher Erfassungsgrad ist damit aus mehreren Gründen wichtig.

Machen Sie mit und unterstützen die wichtige und spannende Zählung. Die Datenerfassung kann wie immer via ornitho.de erfolgen.

Wichtig:




Infos zum Download:




Vielen Dank für Ihre Unterstützung!



Foto: Steffen Fahl, Goldregenpfeifer , Oderbruch, 2015-08-07

RL2019.jpg

Neue Rote Liste der Brutvögel Brandenburgs erschienen

erstellt von Wolfgang Mädlow am 06.09.2020 um 22:10 Uhr.

Die Bestände einiger ehemals gefährdeter Vogelarten haben sich nach intensiven Schutzmaßnahmen erholt, dafür gibt es Abnahmen bei so manchen ehemals (teilweise noch heute) weit verbreiteten und häufigen Arten. Am schlechtesten geht es den Vögeln der Offenlandschaft. Die jetzt vorliegende vierte Fassung der Roten Liste der Brutvögel Brandenburgs enthält Trendanalysen für die Brutvogelarten, auf denen die Rote-Liste-Einstufung beruht. Der Bestandstrend wird für fast alle Arten auf Grundlage der Monitoringdaten dargestellt und kurz kommentiert. Eine übergreifende Gesamtanalyse geht auf Gefährdungsursachen und Schutzmaßnahmen ein. Bestelladresse und -modalitäten sind hier zu finden, und es kann ein kurzer Auszug aus der Roten Liste heruntergeladen werden.

NuLAgrar.jpg

Agrarvögel - Gefährdung und Ursachen

erstellt von Wolfgang Mädlow am 06.09.2020 um 21:56 Uhr.

Das kürzlich erschienene Heft 2+3/2019 der Zeitschrift Naturschutz und Landschaftspflege in Brandenburg enthält einen umfassenden Beitrag zum Status der Agrarvögel im Land. Deren Bestände nehmen seit längerer Zeit besonders stark ab. Der Artikel beschreibt die Bestandsentwicklung und beleuchtet detailliert die Rückgangsuraschen, indem er die Veränderungen in der Landnutzung analysiert und in Beziehung zu den Vogelvorkommen setzt. Auch Voraussetzungen für erfolgreiche Schutzprojekte werden beschrieben. Der von einem vierzehnköpfigen Autorenteam um Torsten Langgemach verfasste Beitrag kann hier heruntergeladen werden.

Webversion.jpg

Die ABBO-Tagung 2020 muss ausfallen

erstellt von Wolfgang Mädlow am 29.06.2020 um 22:41 Uhr.

Wegen der unsicheren Corona-Perspektive hat der Vorstand der ABBO in Absprache mit der Vogelschutzwarte entschieden, die für den 21./22. November 2020 vorgesehene Jahrestagung mit Beringertagung abzusagen. Die derzeit geltenden Hygieneregeln wären am Tagungsort nicht einzuhalten. Wegen der Stornierungsfristen musste die Entscheidung jetzt getroffen werden.
Wir fassen als möglichen Ersatz eine kürzere Veranstaltung im Winter anlässlich des 30. Gründungsjubiläums ins Auge, falls sich die Durchführbarkeit einer solchen Zusammenkunft rechtzeitig abzeichnet.

Blaumeise.jpg

Bundesweites Blaumeisen-Sterben

erstellt von Wolfgang Mädlow am 16.04.2020 um 20:44 Uhr.

Beim NABU mehren sich seit Mitte März Meldungen über tote Blaumeisen, die offenbar von einer derzeit noch nicht identifizierten Krankheit betroffen. Erkrankte Tiere fallen dadurch auf, dass sie apathisch und aufgeplustert auf dem Boden sitzen und vor näherkommenden Menschen nicht mehr fliehen. Oft wirkt es, als hätten die Vögel Atemprobleme. Augen, Schnabel und Teile des Federkleids sind verklebt. Bis Anfang dieser Woche wurden dem NABU bundesweit 8250 erkrankte und tote Tiere gemeldet. Das Zentrum der Krankheit scheint in NRW, Hessen und Rheinland-Pfalz zu liegen, aber auch aus Brandenburg wurden bis zum 14. April 125 tote Vögel gemeldet. Nähere Informationen inklusive Bitte zur Meldung von Beobachtungen und zum Einschicken von toten Vögeln zur Untersuchung gibt es hier.

Aktuelle Beobachtungen

ornitho.deornitho.de

labboa.delabboa.de

Arten-Info

Phänologie Ringeltaube