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Sammlung von Beobachtungsdaten

Viele wichtige Informationen über die heimische Vogelwelt und ihre Veränderungen werden durch die systematischen Monitoringprogramme geliefert. Daneben ist es aber unverändert wichtig, auch Zufallsbeobachtungen zu sammeln und auszuwerten. Denn für viele Arten, vor allem seltene Arten und Zugvögel, geben die Monitoringprogramme nur wenige Informationen her. Vor allem Zug, Rast und Überwinterung werden (außer bei Wasservögeln) kaum systematisch erfasst. Hier liefern - bei allen methodischen Schwierigkeiten - Zufallsbeobachtungen die einzigen verwertbaren Informationen zum Status und über jahreszeitliche Veränderungen.

Welche Beobachtungen sollen gemeldet werden?

Grundsätzlich sollen alle Beobachtungsdaten gemeldet werden, die überregional interessant sein können. Dies sind z.B. Brutvorkommen seltener oder mittelhäufiger Arten, jahreszeitlich ungewöhnliche Beobachtungen, Erst- und Letztdaten, große Trupps oder Ansammlungen und natürlich Nachweise seltener Arten. Interessant sind weiterhin alle systematisch oder flächenbezogen erhobenen Daten auch von häufigen Arten, beispielsweise vollständige Brutpaarzahlen auf einer abgegrenzten Fläche oder großflächige Rastbestände. Ein Blick in die Jahresberichte gibt einen Hinweis darauf, welche Art von Beobachtungen ausgewertet werden können. Im Zweifelsfall soll lieber zuviel als zuwenig gemeldet werden. Andererseits ist es auch willkommen, wenn Beobachter (bei Zeitmangel) wenigstens ihre allerwichtigsten Beobachtungen des Jahres melden. Nachweise sehr seltener Arten müssen zusätzlich an die AKBB gemeldet werden, wenn sie Berücksichtigung finden sollen.

Was passiert mit den Daten?


Foto: R. Kaminski, Eichelhäher, Großräschen, 31.08.2007

Die Beobachtungsdaten aus Brandenburg werden (soweit möglich) digitalisiert und in das zentrale Datenarchiv der ABBO eingespeist. Sie werden regelmäßig für die Jahresberichte des Landesumweltamtes (T. Ryslavy, Brutvorkommen seltener Arten) und der ABBO (Schwerpunkt Zug- und Rastvorkommen) ausgewertet. Daneben können die Daten für andere spezifische Auswertungen durch die Vogelschutzwarte oder durch ABBO-Mitglieder zur Verfügung gestellt werden.

Daten aus Berlin werden gesondert von der Berliner Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft erfasst. Meldungen sollen halbjährlich (jeweils bis zum 15.1. bzw. 15.7. für das vorangegangene Halbjahr) auf Zetteln im Postkartenformat (nach Arten getrennt) an H. & W. Zoels, Nachtalbenweg 28, 13088 Berlin geschickt werden (Einzelheiten unter www.orniberlin.de). Die Daten werden für die Beobachtungsberichte im Berliner Ornithologischen Bericht ausgewertet. Außer für das eigentliche Stadtgebiet von Berlin gilt dies für folgende unmittelbar am Stadtrand gelegene Gebiete in Brandenburg: Wernsdorfer See/LOS, Gebiet um Waßmannsdorf und Groß Ziethen/LDS, Felder bei Osdorf/TF, Rieselfeld Karolinenhöhe/P, Hennigsdorfer Wiesen/OHV, Feldgelände bei Stolpe/OHV, Mühlenbecker Teiche/HVL, Hobrechtsfelder Aufforstung/BAR.

Wie wird gemeldet?

Daten aus Brandenburg sollen jährlich (möglichst bis zum 31.3. des Folgejahres) gemeldet werden. Dafür gibt es folgende Möglichkeiten:

Die Meldungen bitte an Wolfgang Mädlow schicken.